Heeresküstenbatterie Azeville

Geschütze: 4 französische Feldkanonen, Modell 1913, Kal. 10,5 cm
Wirksamste Reichweite: etwa 9 km; Schussfolge: 40 Sekunden;
Geschütze sind verchartet

Die 2. Batterie des Heeresküstenartillerieregiments 1/261, die HKB Azeville, hat man bereits 1941 etwa 3,5 km südlich von Marcouf in der Normandie eingerichtet, wo es die letzten Häuser im Osten des Dorfes Azeville berührte. Sie besass mehrere leichte Infanteriewaffen und gut ausgebaute Nahverteidigungsstellungen, lag jedoch so weit von der Küste ab, dass die Hälfte der maximalen Reichweite der Geschosse über Land lag. Da die Batterie keine Sicht zum Meer hat, befand sich ihr Leitstand in der benachbarten MKB Marcouf.

Am 7.6.44 unternahm das 22. US Infanterieregiment den Versuch, die Stellung einzunehmen, es war jedoch vergeblich. Ein Gegenangriff warf das 2. Bataillon unter schweren Verlusten zum Ausgangspunkt zurück und die Versuche, die Bunker zu sprengen, fielen ebenso ergebnislos aus. Ein erneuter, ebenfalls erfolglos ausgegangener Versuch fand am 8.6.44 statt. Am 9.6.44 nahm das 3. Bataillon die Offensive wieder auf und stiess auf den gleichen Widerstand wie schon zuvor bis zu dem Moment, in dem es Soldat Riley gelang, die deutsche Munition mit einem Flammenwerfer in Brand zu stecken. Der deutsche Kommandant ergab sich mit seinen 169 Soldaten.

Ralph Göhlert
Militärhistorische Arbeitsgruppe der
Reservistenkameradschaft Ratingen
E-Mail:
Ralph.Goehlert@t-online.de

 

 

 

 

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