Sanitätshauptdepot Lorch-Rheingau

Alles Begann mit den Überlegungen, dass die Kennzeichnung mit dem Schutzzeichen des Roten Kreuzes keinen ausreichenden Schutz mehr vor der fortschreitenden Waffentechnik bietet. So kam es das in den sechziger Jahren Konzepte zur unterirdischen Lagerung von Sanitätsmaterial entwickelt wurden.

 

Im Jahre 1968 als ein kleiner „Sanitäts-Stollen“ für die Einrichtung einer Blutbank gebaut wurde war die Geburtsstunde des unterirdischen Sanitätshauptdepots. Zur Einrichtung einer Blutbank ist es jedoch nie gekommen. Stattdessen fand in den  Jahren 1971 bis 1975 ein Ausbau zu der ca. 13 000 m² großen Untertageanlage statt. Am 01. Oktober 1975 hat das Sanitätshaupdepot Lorch als erstes Untertage-Sanitätsdepot seinen Versorgungsauftrag übernommen.

 

Ein kleiner Übersichtsplan soll die Dimensionen der Anlage verdeutlichen.

 

Der  Hauptzugangsstollen hat eine Länge  von etwa 350 m.  Insgesamt verfügt die Anlage  über fünf Zugangsmöglichkeiten.

 

 

Alle Zugänge sind durch dicke Drucktüren verschließbar.

Zur Aufgabenerfüllung sind unter Tage ca. 3 850 verschiedene Artikel

eingelagert. Sie verteilen sich auf den  ca. 6 000 m² nutzbaren Lagerfläche

und entsprechen ca. 1 450  Tonnen (!) Sanitätsmaterial.

Zur Bewetterung der Anlage befindet sich im technischen Bereich eine Klimaanlage welche ganzjährig eine relative Luftfeuchte von etwa 50 Prozent und eine Raumtemperatur von 18-20 Grad Celsius sichert.

Selbstverständlich verfügt die Anlage auch über eine Notstromversorgung welche durch drei große Dieselgeneratoren sichergestellt wird. Zur Brandbekämpfung verfügt die Anlage über eigene Zisternen welche die Löschwasserringanlage speisen.

Das Sanitätshauptdepot Lorch-Rheingau ist nur eine von vielen Untertageanlagen welche von der Bundeswehr betrieben wird.

Vielen Dank an Matthias für diesen Bericht

© BIG/ck-einblicke & m.l.

 

 

 

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