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Der Mielke Bunker |
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Investitionsvorhaben |
17 / 5005 |
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Objekt |
01 - SB |
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Invest. - Auftraggeber |
NVA - Dienststelle Berlin PF 75 193 |
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Generalprojektant |
VEB Projektierungsbüro Süd, Dresden |
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Generalauftragnehmer |
VEB GAN Spezialbau Bernau PF 20 |
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Die gesamte Anlage umfasst ca. 300 Hektar, obwohl die eigentliche Objektfläche nur ca. 20 ha beträgt. Eigentlich sollte er 1988 fertig sein, aber diverse Mängel verschoben das Datum immer wieder, so dass der Bunker offiziell bis zur Wende gar nicht übergeben wurde. Wer das Gelände betreten will kommt erst mal zur eigentlichen Objektwache am Zaun des Aussenringes. In diesem Bereich liegen auch das Heizhaus, eine grosse Werkhalle, Garagen, das Wasserwerk und, etwas entfernt, eine Sporthalle, die grosse Kantine mit Küche und Kino. Für die Wachmannschaft und sonstige Beschäftigte gibt es fünf dreistöckige Unterkunftsgebäude. Ein Technikbereich mit Werkstatt und Tankstelle rundet das Bild einer ganz normalen Kaserne ab. Nur wenn man weiter in das Gelände hineinfährt kommt ein zweites Wachhaus am inneren Sicherungsring. Ein lebensgefährlich aussehender Hochspannungszaun zwischen doppelter Maschendrahtabsperrung macht es unmöglich einen anderen Weg zu wählen. Hat man diesen Posten passiert, tut sich rechter Hand eine grosse Lichtung auf: das Antennenfeld. Hier standen Masten, aber auch Erdantennen. Dazwischen befinden sich ganz andere Gebilde, die ich erst für eine unbekannte Antennenart gehalten habe, es sind aber Gammasensoren, die eine radioaktive Verseuchung der Aussenluft sofort in den Bunker gemeldet hätten. Linker Hand erkennt man den eigentlichen Bunkerhügel, zwischen den Büschen vereinzelte Betonteile, Schachtabdeckungen von Entwässerung oder Antennenschächten. Auch ein verschlossener Notausgang ist in diesem Bereich zu finden. Verfolgt man den Weg weiter kommt dann bald das Stabsgebäude in Sicht, rechts davor eine grosse Werkhalle und der Parkplatz. Das Stabsgebäude ist ein dreigeschossiger Plattenbau mit zwei Eingängen. Das Treppenhaus ist im Erdgeschoss in Richtung Keller mit einer Gittertür gesichert. Im Keller dann verschiedene Lagerräume, eine Telefonanlage und zum Teil schon luftschutzmässig ausgebaute Räume. Im nördlichen Teil des Kellers beginnt dann der Bunkerbereich. Von einem Kontrollraum aus können die schleusenähnlich angeordneten Gittertüren bedient werden. Wer in den Bunker durfte, nahm dort auch eine Plastikmarke in Empfang. Das diente der jederzeitigen Kontrolle, wer sich gerade im Bunker aufhält. Hatte man diese Kontrolle passiert, stand man vor der ersten schweren Gasschutztür. Hinter dieser Tür beginnt dann der lange Gang zum eigentlichen Bunkerkomplex, der schon ausserhalb des Grundrisses des Stabsgebäudes liegt. Kurz vor Ende das Ganges geht es links zum ersten Abschnitt des Montageschachtes, der oberirdisch in einer Halle endet. So war gewährleistet, dass man Lasten, die in den Bunker verbracht werden sollten unbeobachtet entladen konnte. Schräg gegenüber des Montageschachtes dann endlich die eigentliche Bunkertür (Bild). Genau genommen, sind es drei hintereinanderliegende Türen. Je nach Lage konnte man die drei Türen nacheinander passieren, oder (im Kontaminierungsfall) musste der Weg durch die Dekontaminierungsschleuse genommen werden (Bild) Ein Rundgang durch das erste Untergeschoss (Bild) zeigt uns, dass die Innenausstattung schon gehobene Klasse hat. 5 cm dicke Türen in Holzdekor, sogar auf den Toiletten, dazwischen immer wieder mal eine Metalltür, die allerdings nur „Buttermilch“ (so die offizielle Farbbezeichnung) gestrichen ist. An Räumlichkeiten befinden sich in dieser Etage überwiegend Funktionsräume. Schlafräume mit 9 und 18 Mehrzweckliegen, jeweils drei übereinender, sind mit Federn an der
Decke aufgehängt (Bild).
Der Gang führt im Karree einmal um den inneren Bunkerbereich herum. Man gewinnt hier wirklich den Eindruck, dass die Raumverteilung so gewählt ist, dass die weniger wichtigen Räume auf der Aussenseite liegen und die für die Zweckerfüllung notwendigen Räume im Kernbereich.
Das zweite UG erreicht man über dieses Treppenhaus (Bild). Direkt daneben ist der zweite Teil des Montageschachtes mit insgesamt zwei Kettenzügen(Bild). Am entgegengesetzten Ende des Bunkers führt auch noch eine enge Wendeltreppe nach unten. Sie wäre auch die direkte Verbindung von UG 2 zum Notausgang auf der Ebene des UG 1 gewesen (Bild). Insgesamt verfügte der Bunker über zwei Notausgänge. Die untere Etage war der Technikbereich, hier standen die drei großen Dieselaggregate zur Stromversorgung (DGA) und eine riesige Kompressoranlage (Bild) Laut der Beschriftung an den Trocknerelementen (Bild) wurde hier die Druckluft für die pneumatische Türsteuerung erzeugt. Inwieweit hier auch eine Überdruckatmosphäre hergestellt werden konnte, ist mir unbekannt. Wir haben jedenfalls keine Beschriftungen entdecken können, die darauf hinweisen würden. Auf dieser Ebene wäre auch die Verbindung mit der Aussenwelt aufrechterhalten worden. Zwei Antennenschächte, die offensichtlich für eine weit höhere Kapazität ausgelegt waren, sind hier untergebracht(Bild ). Auch die Einspeisung ins Telefonnetz wurde hier mit zehn Kabeln, die selbstverständlich durch Überdruck lecküberwacht waren, bewerkstelligt (Bild). Das Herz des Bunkers, der Dispatcherraum: hier wurden alle überlebenswichtigen Funktionen gesteuert (Bild). Direkt daneben ein kleiner Raum mit einem weiteren Waffenschrank für Pistolen (Bild) Unter dem Treppenhaus der Brunnenkopf, über dessen Brunnen wäre der Schutzbau unabhängig von dem aussenliegenden Wasserwerk mit Trinkwasser versorgt worden (Bild). Auch für den Brandfall war vorgesorgt: Alle wichtigen Räume waren an eine Halon - Feuerlöschanlage angeschlossen. Damit nicht der ganze Bunker mit dem Sauerstoffverdrängendem Gas überflutet wurde (und wohl auch aus Feuerschutztechnischen Gründen), war der Komplex in Brandabschnitte unterteilt, die mit hermetisch schliessenden Türen getrennt werden konnten.
„Kann man diesen Bunker besichtigen?“ NEIN! Man konnte nicht! Warum, ist aus diesem Bild sehr deutlich ersichtlich! Kein Mensch (und schon gar keine Verwaltung) hat Lust solchen sinnlosen Vandalismus weiterhin zu dulden! Leider ist der Bunker nicht mehr verschlossen. So kam es auch, das er wieder verziert wurde. Kein Problem......hier
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