Die ganze Welt im Krieg
Der Zweite Weltkrieg begann 1939 als europäischer, von Hitler angezettelter Krieg.
Zwei Jahre später wurde daraus ein Weltkrieg, der unsägliches Leid über Millionen Menschen brachte und 1945 mit dem Atombombenabwurf auf Japan endete.
Als Adolf Hitler im Januar 1933 Reichskanzler wurde, machte er keinen Hehl aus seinen
Absichten: dem deutschen Volk „Lebensraum“ im Osten zu erobern. Nach dem Anschluss Österreichs und der erzwungenen Abtretung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich 1938 besetzte Hitler im März 1939 die restliche Tschechoslowakei, wonach
Großbritannien und Frankreich Polen ein Garantieversprechen gaben. Trotz alledem marschierte Hitler am 01. September 1939 in Polen ein. Mit der Kriegserklärung der beiden Westmächte an Deutschland zwei Tage später war
der Krieg eröffnet.
Polen wurde in einem nur knapp vier Wochen dauernden Blitzkrieg überrollt. Im April 1940 marschierte Hitler dann in Dänemark und Norwegen ein.
Ihre Westoffensive starteten die Deutschen am 10. Mai.Hierbei erfolgte der Hauptangriff über
die belgischen Ardennen und deutsche Panzer stießen bis zum Ärmelkanal vor. Briten und Franzosen wurden in Dünkirchen in die Enge getrieben,doch 338 000 Mann konnten über den Kanal nach Großbritannien entkommen.
Die Deutschen setzten ihren Vormarsch fort und zwangen Frankreich am 22. Juni 1940 in Compiégne ein Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen.
Großbritannien stand somit allein gegen Deutschland und Italien, denn
Italien trat am 10.Juni 1940 auf deutscher Seite in den Krieg ein. Im Juli gab Hitler den Befehl, die Invasion Großbritannien vorzubereiten, Voraussetzung dafür war die Kontrolle des Luftraumes über Südengland.
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Ebenso schickte Hitler den Italienern auch Hilfe nach Nordafrika, wo Erwin Rommels
Afrikakorps im Juni 1942 Tobruk eroberten und den Suezkanal bedrohten.
Das „Unternehmen Barbarossa“ begann am 22. Juni 1941 mit dem Russlandfeldzug, bei dem Hitler
sein Ziel vom Lebensraum-Konzept verwirklichen wollte.
Was Anfangs für die Deutschen so erfolgreich verlief, wurden sie jedoch vor Moskau von einem verfrühten Winter überrascht, für den sie nicht
gerüstet waren. Im Dezember gingen die Russen dann zu einem erfolgreichen Gegenangriff über. Daraufhin wandte sich Hitler gen Süden und griff im Frühjahr 1942 den Kaukasus an.
Die katastrophale Niederlage der 6. deutschen
Armee in Stalingrad brachte im Februar 1943 die Wende.
146000 deutsche Soldaten verbluteten, verhungerten und erfroren, 91000 gerieten in Sowjetische Gefangenschaft, von denen nur 6000 später wieder nach Hause kamen.
Bis zum Sommer hatte die Rote Armee die Deutschen von sowjetischen Boden vertrieben.
Zu einer Strategie der skrupellosen Ausbeutung, Unterdrückung und Völkermord gingen die Nazis in den besetzten Gebieten Europas über. Der
Widerstand gegen die Nazis nahm nun immer mehr zu. In Jugoslawien vertrieben die Partisanen von Josip Broz Tito, die deutschen Besatzer aus ganzen Landstrichen. Zu gleicher Zeit ergriffen die Juden in Warschau die
Waffen, doch umsonst. Mehr als 3 Millionen Juden wurden niedergemetzelt und über 6 Millionen Juden kamen im Rahmen der sogenannten Endlösung in den Gaskammern der Konzentrationslager ums Leben.
Britische Jagdbomber begannen ab Februar 1942, deutsche Städte zu bombardieren.
Sie wollten den Widerstandswillen des Volkes brechen und jegliche Rüstungsindustrie zerstören. Fast 1000 britische Bomber griffen in der Nacht zum 31. Mai 1942 Köln an.
Hamburg, Berlin und das Ruhrgebiet wurden ab
Juli 1943 von der Royal Air Force und der amerikanischen Luftflotte angegriffen. Trotz aller Angriffe nahm die Rüstungsproduktion bis 1944 weiterhin zu und ging erst dann deutlich zurück. Langstreckenjäger prägten die letzte
Phase der Bombenoffensive, die ihren Höhepunkt in der nahezu totalen Zerstörung Dresdens am 13./14. Februar 1945 fand. 50000 Menschen starben. Aber auch die Alliierten hatten hohe Opfer zu verzeichnen, fast 100000 britische
und amerikanische Flugzeugbesatzungsmitglieder wurden getötet. Zehntausende Flüchtlinge aus den schlesischen und ostpreußischen Gebieten, waren nur wenige Tage zuvor mit ihren Flüchtlingstraks in Dresden angekommen, um
dort zuflucht zu suchen, als die Alliierten die Stadt mit Phosphor angriffen. Alles brandte, selbst die Elbe stand in Flammen. Brennende Menschen versuchten sich in ihr zu löschen, doch vergebens.
Insgesamt kamen bei alliierten Luftangriffen auf deutsche Städte 590000 Zivilisten ums Leben. Hauptsächlich waren es Frauen, Kinder und alte Menschen.
Die Invasion und Befreiung Westeuropas der Alliierten begann am 06. Juni 1944.156000 alliierte Soldaten wurden auf Befehl des amerikanischen General
Eisenhower, bereits am ersten Tag der Invasion über den Ärmelkanal transportiert und landeten in der Normandie.
Nach einem Monat schwerer Kämpfe fiel Caen. Nachdem den Alliierten ende
Juli der Durchbruch gelang, wurde Paris am 25. August 1944 und Brüssel am 03. September befreit.
Doch Montgomerys plan, über die Niederlande eine Hintertür nach Deutschland
zu öffnen scheiterte am 26. September mit dem Rückzug der britischen Luftlandedivision in Arnheim.
Im Dezember 1944 startete Hitler seine letzte Offensive in den Ardennen,
jedoch wurden die Deutschen dort abgewehrt und im März 1945 überquerten die Alliierten den Rhein.
An der Elbe machten sie Halt und ermöglichten somit den Russen am 02. Mai
1945 Berlin zu erobern. Angeblich hatte Hitler 2 Tage zuvor Selbstmord begangen. Gegenüber Montgomery kapitulierten am 04. Mai deutsche Truppen in Nordwesteuropa. Am 08. Mai trat die am Vortag in Reims unterzeichnete
Gesamtkapitulation des Deutschen Reiches in Kraft.
Damit war der Krieg in Europa beendet.
Nach dem Sieg über Deutschland konzentrierten sich die Alliierten auf den Kriegsschauplatz Pazifik. Dort hatten die Japaner am 07. Dezember 1941 ohne Kriegserklärung die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor bombardiert und damit den Kriegseintritt der USA provoziert. Anfang Juni 1942 erlebten die Japaner in der von Flugzeugträgern beherrschten Schlacht bei den Midway-Inseln ihre erste Niederlage, nachdem sie bereits bis zum Sommer schon auf den Philippinen, in Malaysia, Burma und dem Malayiischen Archipel eingefallen waren. Nach dieser Niederlage konnte Japan die schweren Verluste nie wieder ausgleichen und somit war dies der Wendepunkt des Seekrieges im Pazifik. Die Japaner wurden von den eroberten Gebieten wieder zurückgedrängt. Amerikanische Truppen kämpften sich über Neuguinea bis zu den Philippinen durch, während die Salomoninseln nach erbitterten kämpfen auf Guadalcanal zurückerobert wurden.
Im Zentralpazifik führte Admiral Nimitz eine Reihe von Operationen an, die die US-Truppen in Bombenreichweite von Tokio brachten. Bevor Rangun und
Mandalay wieder eingenommen werden konnte, erlangte die 14. britische Armee in Burma einen entscheidenden Sieg. Im Frühjahr liefen die Vorbereitungen für eine Invasion Japans.
Die Japaner lehnten aber die Aufrufe der Alliierten zur Kapitulation ab und leisteten in Iwo Jima und auch in Okinawa fanatischen
Widerstand. Um diesen Krieg zu beenden, erteilte der amerikanische Präsident Truman den Befehl zum Einsatz der neu entwickelten Atombombe. Er nahm damit den grauenvollen Tod hunderttausender Zivilisten und
unvorhersehbare Folgeschäden in Kauf. Die erste Atombombe wurde am 06. August 1945 über Hiroshima abgeworfen, die zweite am 08. August 1945 über Nagasaki.
Japan kapitulierte am 14. August 1945 bedingungslos.
Es mussten weltweit mindestens 62 Millionen Menschen diesen 2. Weltkrieg mit ihrem Leben bezahlen.
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