Das Objekt "Schwalbe"
Gelegen im Sauerland, in der Nähe von Balve beim Steinruch "Emil", findet sich das Objekt mit dem Decknamen "Schwalbe".
Dies war zugegebenermaßen bereits der
dritte Besuch dort, allerdings mit Abstand der erfolgreichste. Der erste Besuch, oder besser der Versuch eines solchen, wurde durch den Leiter des angrenzenden Polizeiübungsgeländes sehr schnell beendet. Und zwar mit den Worten: "Sie
werden von uns hören". War aber nix:-)
Der zweite Besuch, diesmal waren wir sicher das dort alles "ausgeflogen" war: Wir sind damals mit 6 Personen durch die Stollen gerannt, denn wir wussten das es dort eh´nicht besonders groß ist.
Der Eingang wurde inzwischen verschlossen. Es zwang sich mir die Frage auf, warum denn
diese kleine Anlage so gesichert werden muss? Zumal sie auch so versteckt liegt das sie sehr schwer zu finden ist. Direkt rechts schließt übrigens das besagte Übungsgelände an. Nach kurzem sportlichem Einsatz ging es
dann los in die bekannten Stollen. Bei genauer Betrachtung der vermeintlichen Sackgasse fiel uns dann allerdings ein kleines Loch auf, welches wirklich nur aus nächster Nähe zu sehen war. Daher sollte man
wirklich nur sagen das es nicht mehr weitergeht, wenn man direkt vor einer Wand steht. Also nicht aus der Ferne leuchten und sagen "Da ist Ende" Jedenfalls führten die Stollen hinter diesem Loch noch sehr weit und
offenbarten auch noch weitere Zugänge, die allerdings ausnahmslos auf dem nicht von außerhalb zugänglichen Übungsgelände liegen. Die meisten dieser Zugänge wurden auch im originalen Zustand belassen und nicht verschüttet.
Nur von außen zugewachsen bieten sie ein recht imposantes Bild. Unter anderem steht dort noch auf Schienen eine Lore ähnlich der in den Jonastalstollen.
Hier im Sauerland findet sie sich allerdings komplett. Zweigleisige Schienenstränge, Aufzugsschacht und sehr viele Teile der Lüftungsanlagen sind ebenfalls noch vorhanden.
An einer Stelle findet sich eine Etage unter dem Stollen. Es handelt sich
dabei nicht um ein Loch, sondern um eine Decke die eingezogen wurde. Wer Lust hat sich abzuseilen: Die Mühe lohnt nicht, nach einigen Metern ist auch dieser Stollen zu Ende Vielleicht noch ein Wort zu dem am Anfang der
Anlage befindlichen Schredders: Diese Maschine ist eindeutig neueren Baujahres, was alleine schon die große Jahreszahl "1961" auf einem Teil der Schüttung beweist.
© Big/ck-einblicke